⬛️ Mit einer sehr berührenden Veranstaltung haben wir vorgestern jeder Menschen gedacht, die „einsam“ verstorben sind, die vom Bezirk „ordnungsrechtlich bestattet“ worden sind. Etwa 200 Personen sind es allein in diesem Jahr. Wir drei Bezirksamtsvertreterinnen haben die Namen vorgetragen, jeder Name eine Person, ein Schicksal, eine Geschichte. Zum zweiten Mal fand diese Verabschiedung statt auf Initiative der BVV, der Rahmen war würdig, passend und für alle auch sehr ergreifend. Der Dank geht an das Team um Kollegen Lemm für die Begrüßung und die Organisation, an unsere Vertreter der Ämter, vom Sozialamt über das Gesundheitsamt, aber auch an die Vertreterinnen der Fraktionen. Mit erstklassig gewählter Musik hat das Duo der Hans-Werner-Henze Musikschule den richtigen Ton gefunden, mit bewegenden Worten hat die Lyrikerin aus der Mark Twain Bibliothek das Thema erfasst.

In meinen abschließenden Worten habe ich nochmal auf alle verwiesen und denen gedankt, die dennoch da waren und auch da sind, die Pflegekräfte in den Heimen, im Hospiz, die liebevollen Nachbarn, Betreuer, auch Familien, die Gründe, warum die Familien nicht die Bestattung übernehmen, sind vielfältig.
Es ist gut gewesen, dass wieder viele auch Wünsche notiert haben, dass sie im Anschluss ihre Gedanken zu Papier gebracht haben und in die Box eingeworfen haben. Dieses Mitgefühl ist gut, noch besser ist es, im hier und heute aufmerksam zu sein und den Nachbarn zu fragen, ob alles in Ordnung ist, ob Hilfe nötig ist….
🖤Danke allen, die gekommen sind!