🟪 Ein schönes Porträt im Tagesspiegel über Gabriele Fichtner, die das Stadtteilzentrum in Mahlsdorf leitet. Träger ist der Humanistischer Verband Berlin-Brandenburg KdöR
„Alle sind willkommen“: In Stadttteilzentrum des Humanistischer Verband Berlin-Brandenburg Mahlsdorf steht die Nachbarschaft im Mittelpunkt
Gabriele Fichtner leitet dort das Stadtteilzentrum. Mit Seniorenrunden, Sportkursen und Kreativ-Workshops wird der Zusammenhalt in dem Marzahn-Hellersdorfer Ortsteil gefördert.
Geht nicht, gibt’s nicht bei Gabriele Fichtner. Stattdessen sucht sie nach Lösungen, auch wenn eine Aufgabe noch so schwierig erscheint. Mit dieser Einstellung hat sie schon viele Hürden im privaten und im beruflichen Leben gemeistert. „Ich versuche, Optimismus auszustrahlen und an mein Team sowie an die Besucher weiterzugeben“, sagt die Leiterin des Pestalozzitreffs.
Seit 2016 führt sie das Stadtteilzentrum in Mahlsdorf gemeinsam mit einer Kollegin. Zum Team gehören noch ein Hausmeister und eine Mitarbeiterin in der Verwaltung. Außerdem gibt es viele Ehrenamtliche, die sich engagieren: Es sind Nachbarn, die für Nachbarn etwas tun. Im Haus ist immer etwas los.
Und nicht nur dort – auch der rund 3000 Quadratmeter große Garten wird bei schönem Wetter genutzt. Es gibt Sportliches, Sprach- und Kreativkurse sowie offene Treffs. Weil im Gebiet viele Familien und viele Ältere wohnen, richten sich die Angebote vor allem an diese Generationen. Doch die Chefin betont: „Alle Nachbarn sind willkommen.“
Das ganze Team hilft mit
Immer öfter besuchen auch Gäste aus anderen Bezirken die Einrichtung des Humanistischen Verbands Berlin-Brandenburg. Sie vergnügen sich bei „Kaffee und Kultur“, beim „Tanz in den Sommer“ oder finden etwas Passendes beim „Weiberkram – Secondhandmarkt für Frauensachen“.
Dieser Markt war unter anderem eine Idee von Gabriele Fichtner und findet zweimal jährlich statt. „Es ist schön zu sehen, wie die Frauen Freude am Aussuchen und Anprobieren haben und neben Klamotten ebenso Schmuck und Düfte die Besitzerin wechseln“, sagt die 62-Jährige.
Das Stadtteilzentrum befindet sich an der Pestalozzistraße 1a in Mahlsdorf. Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite http://www.pestalozzitreff.de
Das Tolle an ihrer Arbeit sei unter anderem, dass bei der Vorbereitung und während einer Veranstaltung alle vom Team mitmachen. Nicht zu vergessen natürlich die vielen freiwilligen Helfer.
Zu DDR-Zeiten hat die Diplomsprachmittlerin ausländischen Touristen ihre Heimat gezeigt. Das sei eine gute Schule fürs Leben gewesen „Weil ich allein auf mich angewiesen war und oft schnell entscheiden musste“, sagt sie rückblickend. In den 1990-er Jahren bildete sie sich weiter, seit 1999 arbeitet sie im sozialen Bereich in Marzahn-Hellersdorf. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Stadtteilarbeit; sie war beispielsweise Bereichsleiterin für Kinder- und Jugendarbeit im Stadtteilzentrum Biesdorf.
Kaffeeklatsch für Senioren
2016 nutzte sie die Chance, bewarb sich um die ausgeschriebene Stelle im Pestalozzitreff und bekam den Job. Keine einzige Sekunde hat sie diese Entscheidung bisher bereut. Sie führte bewährte Angebote fort und brachte etliche neue Ideen ein. Dazu gehören beispielsweise die Kiezfesttage Mahlsdorf und die Lesenacht entlang der Tram 62.
Besonders ans Herz gehen der Chefin auch die Nachmittage mit der Seniorengruppe „Der fröhliche Herbst“. Bei Kaffee und Kuchen plaudern die betagten Nachbarn mittwochs miteinander. „Wir sind ebenfalls dabei, berichten, was es Neues gibt und fragen, was sich die Älteren wünschen.“
Vor allem an den Wochenenden werden Räume im Haus oder im Garten für Familienfeiern von Nachbarn gemietet. Auch wenn das Stadtteilzentrum gut läuft – rund 14000 Gäste kommen jährlich dorthin – hat Gabriele Fichtner einen großen Wunsch. „Wir möchten auf dem Gelände ebenso das Familienzentrum Mahlsdorf integrieren.“
Das sei bislang sehr beengt in der Hönower Straße untergebracht. Pläne dafür gebe es schon länger, allerdings seien sie zwischenzeitlich verworfen worden. „Aber es gibt Hoffnung, zumindest haben dazu Senat, Bezirksamt und Humanistischer Verband wieder Gespräche aufgenommen.“
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Humanistischer Verband Berlin-Brandenburg KdöR
