Piccolo Teatro

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Grüner Pavillon wurde am Dienstag eröffnet – ein neuer Platz zentral in Hellersdorf, für Debatten, Information und Bildung – Willkommen für das neue Projekt der Neuen Gesellschaft Bildender Kunst

🟩 Gut, grün und ganz mittendrin: Mit einem fulminanten Start ist gestern der grüne Pavillon direkt auf dem Alice-Salomon-Platz eröffnet worden. Als langjährige Begleiterin des Projektes war ich sehr froh, zur Eröffnung die Gäste begrüßen zu können.

Der Raum für Diskussion, Begegnungen und Austausch stand noch letzten Sommer auf der Grünfläche Auerbacher Ring. Weil dort bald ein Neubau einer großen Schule starten soll, wurde er abtransportiert und nach einer Winterruhe gestern wieder erweckt. War er dort als Klassenzimmer für Bildungsangebote gedacht, wird er nun hier direkt zwischen Hochschule und Rathaus für Information und Diskussionsformate zur Verfügung stehen.


Seit 2014 ist Adam Page mit seiner „Station urban Kulturen“ mit Partnerin Eva Hertsch bei uns im Bezirk im Auftrag der nGbK Berlin präsent, hat mit vielen Interventionen künstlerischen Projekten im Stadtraum provokant und sichtbar Arbeiten gezeigt, die den Stellenwert von Beteiligung und von Veränderungen im Stadtraum deutlich machen können.

Voller Stolz stellte das Team gestern das neue Projekt vor, welches hier auch den Außenraum einbindet, der mit Hochbeeten und Sitzecken bei dem sonnigen Wetter schon gut genutzt wird. Verflechten soll es den Innenraum mit der Hochschule und dem Platz. Nach den Rednerinnen habe ich sehr gern die Kulturakteure, die Nachbarschaft, die Hochschulangehörigen der Alice Salomon Hochschule Berlin begrüßt und der Station urbaner Kulturen, aber auch Siegfried Nord und der Anwohnerschaft gedankt für Engagement, Einsatz, Mut und die Ausdauer. Die aktuelle erste Präsentation startet mit einer Analyse von Einkaufscenter in Berlin. Und mit dem speziellen Fokus auch Hellersdorf geht es um Veränderungen im Kaufverhalten und die zerstörende Wirkung von leer stehenden Einkaufsorten für das Nachbarschafts Gefühl. In dem Marktplatzcenter, in dem auch die ASH einen kleinen Raum mit Aktion nutzt und wo das Land Berlin mit Fördergeldern eigentlich stützen will, ist die Entwicklung um Zentren und Leerstand leider besonders gut nachvollziehbar.

Ich habe mich sehr gefreut, nach der Eröffnung mit unserer Bundestagsabgeordneten Katalin Gennburg und unserem langjährigen Stadtrat für Stadtentwicklung, Herrn Dr. Heiner Niemann, diese Veränderungen rund um den Platz auch bilateral kurz diskutieren zu können. Wir werden den Standort hier nutzen, um Themen wie „Offene Orte für alle“ mit Fachleuten, Experten und den Bürgerinnen und Bürgern zu debattieren und mit den Angehörigen der ASH auf die Suche nach innovativen Lösung zu gehen. Ein feiner, ermutigende Termin mit vielen tollen Menschen. Dickes Dankeschön !