🟨 Der Tagesspiegel Checkpoint berichtet:
„Dieser Ruf wurde nicht erhört: Ende Februar stellt Berlin den erst vor zwei Jahren eingeführten Rufbus „Muva“ wieder ein. Der Nachfolger des ebenfalls gescheiterten Sammeltaxis „Berlkönig“ sollte öffentlich bezuschusst Lücken des öffentlichen Nahverkehrs am östlichen Stadtrand schließen. Laut Verkehrsverwaltung nutzten im vergangenen Jahr rund 56.800 Fahrgäste den Rufbus und bewerteten diesen auch überwiegend positiv. Es sei jedoch trotz eines „preislich sehr attraktiven Niveaus“ nicht gelungen, „eine noch stärkere Nachfrage in schlechter erschlossenen Gebieten zu generieren“, schreibt die BVG auf Checkpoint-Anfrage. „Dass dieses Angebot in den Ostbezirken Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick jetzt ersatzlos unter der CDU eingestellt werden soll, ist kein gutes Zeichen für die Mobilität in den Außenbezirken“, beklagt Linken-Verkehrsexperte Kristian Ronneburg. Doch wie so oft verzögerten hausgemachte Probleme den Betriebsablauf.
Die sieben bis zehn Busse ließen sich zunächst nur umständlich über die dafür entwickelte Muva-App und bis zum Schluss überhaupt nicht über die BVG-App buchen. Gleichzeitig bedauert die Verkehrsverwaltung, „dass Rufbusangebote in weniger dicht besiedelten Stadtteilen bzw. Vororten mit vergleichsweise hoher PKW-Verfügbarkeit einen schweren Stand haben“. Zudem gebe es gerade bei Jüngeren „Nutzungsroutinen“ für Mietwagen oder E-Tretroller, selbst wenn diese teurer seien. Ab März sollen die Rufbusse nun für mobilitätseingeschränkte Personen unterwegs sein, wahrscheinlich als Verstärkung für den so genannten „Aufzugersatzverkehr“, mit dem darauf angewiesene Menschen kaputte Aufzüge an U- und S-Bahnhöfen umfahren können. Dieser Ruf dürfte weiterhin nicht selten ertönen.“
Meine Einschätzung:
Aus der Sicht der Seniorinnen und Senioren kann man das nur bedauern.
Die Seniorenvertretung Marzahn-Hellersdorf hatte sich sehr dafür eingesetzt und den Bedarf vor der Installierung als hoch eingeschätzt. Insbesondere auch das Fehlen von Mahldorf Nord als Einsatzgebiet wurde vermisst.
Dennoch muss man konstatieren, dass viele zwar in Befragungen Mangel an etwas oder auch den Bedarf an etwas benennen, es gab ja Veranstaltungen dazu und alle politischen Parteien hatten sie diese Forderung zu eigen gemacht – aber dass es eben dann doch wie häufig im Alltag anders aussieht. Aus der Sicht der Seniorinnen und Senioren im Siedlungsgebiet ist das ein Verlust !
