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Den Bürgern zuhören, Themen aufnehmen, soziale Inseln im öffentlichen Raum schaffen – Zweite Einwohnerversammlung 2024 in Hellersdorf

🟩 Die zweite Einwohnerversammlung, diesmal für den Stadtteil Hellersdorf-Nord, hat am Dienstag Abend im SOS-Familienzentrum Berlin stattgefunden und wirklich viel Interesse und eine gute, respektvolle Stimmung erbracht.

Viele Fragen, aber auch Neugier und der Wunsch, mehr zu wissen über das Quartier und die Themen, hatten die Besucher bewegt. Getrennt nach Themenräumen war ich sehr erfreut, mit aktiven Nachbarn über die Veränderungen im Kiez zu sprechen. Keine “immer schon bekannten” Akteure, sondern nachdenkliche und interessierte Menschen, denen der soziale Zusammenhalt am Herzen liegt, die auch bei den Veränderungen nicht in Panik geraten, aber auch mittun wollen.
🟩 Thema Öffentlicher Raum und offene Räume: klar ist, dass für Aktivitäten am Tag und Wochenende es mehr offene Räume geben muss, das fängt an bei einer Öffnung der Landes- und bezirksfinanzierten Orte wie Turnhallen, Stadtteilzentren bis zum Marktplatzcenter, desse leere Läden gefüllt mit drei Tischtennisplatten eine sinnvolle Nutzung bringen würden. Was in Marzahn Nord mit den Wintersport Hallen geht, sollte auch in Hellersdorf in die Wege zu leiten sein, oder ?
🟩 Thema zwei Begegnungsräume, die Feste draussen sind ja Orte der Begegnung, Türen aus der Einsamkeit und auch Mitmachangebote. Ob Rummel wie jetzt am Wochenende zum Herbstfest auf dem Alice Salomon Platz oder die Sehnsucht nach Kultur und Kunst wie beim classic Open air, es gibt ausser Einkaufsorten zu wenig Begegnung, wie soll denn Zusammenhalt entstehen, wenn man sich zusammen gar nicht trifft ?


🟩 Thema Öffnungszeiten, hier fiel das schöne Wort „adressatengerecht“, die Öffnungszeiten der Angebote richten sich meist nach den Arbeitszeiten der Leute dort, aber Freitag bis Sonntag ist zu, leere Schulhöfe, leere Gärten an den Stadtteilzentren, leere Räume, hier mehr Bürger in Verantwortung, mehr Zutrauen ins Ehrenamt wurde gewünscht.
Natürlich ging es auch um zu viele Strassenbaustellen zeitgleich und ohne Fortschritt, um fehlende Streetworker für die Kids abends, um Wertschätzung der Bewohner durch Pflege der Pflanzen und Beete und den Mangel an Parkplätzen für Nichtanwohner, also Besucher, Pflegedienste.
Gute Debatte, danke an die Bürgerinnen und Bürger. Zum Abschluss gab es noch Dankeschönschokolade an die Gastgeberin.