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Reperaturwerkstatt – auch in Hellersdorf – nutzen, weiter entwickeln und das gemeinsam

🟥 Repariere mich – das neue Berliner Netzwerk REPAMI ist gestartet
Reparatur gegen die Wegwerfgesellschaft, Nachhaltigkeit statt Materialverschleiss

„repami“ bietet Bürgerinnen und Bürgern eine Übersicht über Berliner Handwerksbetriebe und Reparatur-Initiativen sowie deren Angebote. Das Netzwerk vereint erstmalig einen großen Teil der kommerziellen Reparaturbetriebe und ehrenamtlichen Reparaturcafés der Stadt zentral in einer einzigen Plattform. Damit können sich Berlinerinnen und Berliner einfach über Reparaturmöglichkeiten informieren und gezielt entscheiden, ob sie einen gewerblichen Betrieb in Anspruch nehmen oder ihre Gebrauchsgegenstände lieber in einem Reparaturcafé unter Anleitung von Ehrenamtlichen selbst reparieren möchten.

Insgesamt leisten kommerzielle und nicht-kommerzielle Anbieter in der Hauptstadt derzeit hochgerechnet etwa 1,4 Millionen Reparaturen pro Jahr. Um diese Zahl weiter zu erhöhen, soll deren Engagement durch das „repami“-Netzwerk nachhaltig unterstützt werden.

Einer dieser Orte ist die »Helle Bürgerwerkstatt« in Hellersdorf.


»So weit wir das mit den Leuten gemeinsam machen können, wird so gut wie alles repariert – vom kleinen Spielzeug bis zur Waschmaschine, solange man sie aufs Gelände bekommt«, sagt der Leiter Matthias Zwerschke im Gespräch mit »nd«. Die Schwierigkeiten, die die EU-Regelung angehen will, kennt er aus erster Hand. Drucker, Handys und Tablets werden in der Werkstatt nicht repariert. Die Gegenstände zu öffnen, ohne dabei etwas kaputtzumachen, sei praktisch unmöglich, gibt er als Grund an. Auch wenn die meisten der acht Ehrenamtlichen, die in der Werkstatt tätig sind, entweder Facharbeiter oder Ingenieure sind, könne eigentlich jeder mitmachen, »der keine zwei linken Hände hat«, so Zwerschke.

Für die Bekanntheit des neuen Netzwerks ist jedenfalls gesorgt. Die für ihre erfolgreichen PR-Kampagnen bekannte BSR wird das Projekt bewerben, sowohl auf Abfallbehältern in der Stadt, als auch auf Müllfahrzeugen. Umweltsenatorin Ute Bonde, BSR-Chefin Stephanie Otto, Berlins Handwerkspräsidentin Carola Zarth und Linn Quante von der gemeinnützigen Stiftung anstiftung haben heute im Meistersaal der Handwerkskammer das neue Reparaturnetzwerk „repami“ vorgestellt. Auf der Online-Plattform http://www.repami.de finden Berlinerinnen und Berliner einen einfachen Zugang zu gewerblichen Reparaturbetrieben und ehrenamtlichen Reparaturcafés. Unter dem Motto „Reparieren statt Wegwerfen“ können sie so die Lebensdauer ihrer Gebrauchsgegenstände verlängern. Damit leisten die Projektbeteiligten Berliner Stadtreinigung (BSR), Handwerkskammer Berlin und Stiftung anstiftung in Zusammenarbeit mit dem BUND Berlin einen wichtigen Beitrag zur Abfallvermeidung sowie zur Ressourcenschonung. Gefördert wird das Netzwerk Qualitätsreparatur „repami“ vom Land Berlin.

Hier gehts zum Netzwerk: https://repami.de/ueber-uns
Hier gehts zur Pressemeldung des Landes: https://www.berlin.de/sen/uvk/presse/pressemitteilungen/2024/pressemitteilung.1470384.php
Hier gehts zum Artikel im Neuen Deutschland:
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1183970.nachhaltigkeit-reparieren-statt-wegwerfen-neues-reparaturnetzwerk-gestartet.html