🟦 ⚪️ Mit einer herzlichen Begrüßung durch Bürgermeisterin Elke Kahr, einer großartigen, respektvollem Rede zum Konzept der neuen Einrichtung “Gesundheitsdrehscheibe Graz” durch Stadtrat Robert Krotzer wurde in einer fulminanten Eröffnungsfeier diese Idee, die Realisierung und der Ausblick auf eine niedrigschwellige Gesundheitsversorgung begangen.

Über 300 begeisterte Gäste aus sozialen Projekten, der Ärzteschaft und aus interessierten Städten waren bei der fachlich anregenden und excellent organisierten und durchgeführten Eröffnungsfeier im Kino Orpheneum dabei. Auch die kluge und klare Rede von Gesundheitsantsleiterin Dr. Eva Winter konnte überzeugen, wie hier Gesundheitsthemen und soziale Themen praktisch angefangen werden. Danach ging es gemeinsam ums Eck in die Annenstrasse 28, wo die Drehscheibe ihren Ort haben wird. Besonders begeistert haben auch der neue Leiter und die kraftvolle, positive Selbstdarstellung der neuen Kolleg/innen im mehrsprachigen, multiprofessionellen Team unter der Leitung von Christoph Pammer, mit einigen konnte ich sprechen und ihnen persönlich meinen Respekt zum Ausdruck bringen. Die Roten Nasen Clowndoctors sind eine besonders fröhliche Truppe, wie insgesamt die Mischung aus Freude und Ernsthaftigkeit bei diesen wichtigen sozialen Themen uns absolut begeistert hat. Danke Robert, der sich auch noch Zeit für ein Gespräch mit den Kolleginnen aus Wien und mir genommen hat, für die Einladung und diese unvergessliche Erfahrung!

🟦 PS: Besonders gut hat Robert hier die Zielgruppe umrissen.
“Armut macht krank. Und Krankheit macht arm.
Wie man es dreht und wendet, diese Erfahrung gilt auch für Graz – und sie ist für tausende Menschen in unserer Stadt täglicher Alltag, bittere Realität, schmerzende Ausgrenzungserfahrung…

Die Gesundheitsdrehscheibe soll da sein für den LKW-Fahrer oder die Heimhelferin, die nach jahrzehntelanger harter Arbeit chronische Rückenschmerzen haben. Für den einstigen „Gastarbeiter“, der sich auf Baustellen seinen Körper zerschunden hat. Für die Mindestpensionistin, die nach dem Tod ihres Gatten an Einsamkeit und Depressionen leidet und zugleich von finanziellen Sorgen geplagt ist. Für den Studenten, der psychische Probleme hat und nicht weiß, wohin er sich wenden soll. Für geflüchtete Menschen, die ihre Heimat durch Krieg und Not verlassen mussten und sich schwer tun in einem ganz neuen, ganz anderen Gesundheitswesen. Für sie alle soll die Gesundheitsdrehscheibe in besonderer Weise da sein – und zugleich natürlich allen Grazerinnen und Grazern offenstehen, die Schwierigkeiten haben, sich im oft undurchsichtigen Gesundheitswesen zurecht zu finden oder die schlichtweg ein offenes Ohr brauchen.”