
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf hatte für den 29. Januar 2022 zu mehreren dezentralen Gedenkaktionen in allen Stadtteilen eingeladen. Um 15 Uhr trafen sich rund 20 Menschen in Biesdorf, um an der Gedenktafel für den Arzt Arno Philippsthal in der Oberfeldstr. 10 zu gedenken. Arno Philippsthal (* 13. September 1887 in Güsten; † 3. April 1933 in Berlin) war ein deutsch-jüdischer Arzt und eines der ersten Opfer des Nationalsozialismus in Berlin. Als Arzt der Armen hatte er sich immer wieder eingesetzt für die Menschen. Aber er wurde auch verraten und dann feige ermordet. Eine beeindruckende Gedenkstunde, mit mehreren Erinnerungen, berührenden Reden und passender Musik.

Es geht bei allen Gedenkveranstaltungen auch um das heute und hier.
Meine Aussagen bezogen sich darauf: „Es geht um den Mut heute, jenen zu widersprechen, die diese Verbrechen verharmlosen und leugnen. Es geht um den Mut heute, in der Schule, in der Bahn rassistischen Beschimpfungen entgegen zu treten. Es gilt jene zu unterstützen, die aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihrer geschlechtlichen Identität und sexuellen Orientierung Diskriminierung und nicht selten auch Gewalt erfahren. Das ist unser Auftrag.“

Danke für die Organisation und die Gespräche.
Mit Jonas Knorr von Fridays for Future, Stephanie Inka Jehne aus der SPD Fraktion, der Stellvertretenden Vorsteherin der BVV, Chantal Münster, Nickel von Neumann aus der Grünen Fraktion, Max Linke, Julia Scharf und weiteren Nachbar:innen.
29.1.22