Piccolo Teatro

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Nächstenliebe ist für uns kein leeres Wort

Geben, teilen, abgeben… diese urchristlichen Tugenden vermissen wir im Alltag oft. Umso mehr freue ich mich, wenn gerade Petra Pau in jenen Kreisen, wo Mitmenschlichkeit und Mitgefühl, praktische Solidarität geschätzt werden, manchmal im Gespräch mit den Bürgerinnen gar als Christin angesehen wird. „Eine gottlose Type“ heisst ihr Buch, aus dem sie oft und gern liest, aber bei allen Kirchengemeinden und vor allem, deren Mitgliedern, ist klar: Petra ist nun überhaupt nicht gottlos, sondern meist sogar bibelfest.
Was bedeutet es, Nächstenliebe offensiv zu predigen ? Für uns bedeutet es, dann auch im praktischen Alltag Verantwortung zu übernehmen. Wer die Brücke hochzieht, wer nur die eigene Besitzstandswahrung im Blick hat, wer anderen gar abrät, zu teilen – das ist für uns nicht tragbar, es verbietet sich, hier christlich im Namen zu führen.
Tätige Nächstenliebe bedeutet, alles in unserer Macht stehende zu tun, um Menschen in Not zu unterstützen, ihnen Ankommen zu ermöglichen, aber auch Chancen zu eröffnen. Es bedeutet, das Brot zu teilen und auch auf dem Spielplatz mit den eigenen Kindern bereits vorzuleben, was Mitmenschlichkeit bedeutet. Es kann, das zeigt die Geschichte Europa im letzten Jahrhundert und noch mehr die aktuelle Weltlage, jeden treffen !