
Jule, Julia, Juliane… ein toller Film von 1972, den ich um das Jahr 2016 als Video wieder entdeckt hatte. Es geht um eine junge Krankenschwester, die – damals sagte niemand Work Life Balance – sich um die richtige Balance zwischen Arbeit, Liebe, ihr Glück und das der Gesellschaft bemüht.
Neulich hatte ich eine Debatte mit Freunden, warum diese Filme, aber auch Musik und Literatur 30 Jahre nach der Wende noch Charme, Charakter und Stärke repräsentieren. Ganz egal oder gerade obwohl ein Teil eher „Staatskunst“ war und im Fernsehen lief – andere Sachen nur unter der Hand, verboten und heimlich kopiert wurden.
Dieses Ringen um die gesellschaftlichen Themen, nicht nur den eigenen Küchentisch, das Befassen mit den globalen Kämpfen, die damals bestimmt in Chile oder Afrika platziert waren, das Große und Kleine, das Aushalten der Widersprüche macht für viele den Reiz der Kunst dieser Jahre aus. Es ist mehr als Ostalgie, es entzieht sich auch der dualen Einordnung in Auftragskunst oder Widerstand. Oft waren sich beide Seiten im Suchen ähnlich.
Die Mahlsdorfer Künstlerin Birgit Schöne hat mir mit diesem Titel diese schönen Postkarten gestaltet. Sie sind passend, erinnern an den Film und sind eine freundliche Werbung, bei Julia Witt oder Juliane Witt oder einfach bei der Spitzenkandidatin der Linken für die BVV das Kreuz zu machen… DANKE !
