
Wie viele Menschen war ich über die Beschlüsse der Bundesregierung und Medienberichterstattung rund im die Corona Situation nicht zufrieden. Viel Unwissen, übereilte Entscheidungen, dann wieder statt der Entschlossenheit der kleinste gemeinsame Nenner der Ministerpräsidenten… Am digitalen Stammtisch, in den Familien und natürlich auch unter Kollegen gab es Verunsicherung. Dennoch war uns im Bezirksamt schnell klar: wir müssen handelsfähig sein, zur Not auch eigene Entscheidungen treffen. Wenn Masken angesagt sind, müssen sie beschafft werden, natürlich schnell – aber nicht, in dem wie in anderen Parteien sich jemand bereichert. Wenn die Dienstgebäude geschlossen werden müssen, muss rasch mehr Sicherheitspersonal her, wir haben neue Pförtnerstellen besetzt und so umgebaut, dass unser Sozialamt offen hatte auch bei Kontaktbeschränkungen. Wir haben im Bezirk zwei ausgezeichnete Impfaktionen organisiert, alle Menschen, die sich impfen lassen wollten, haben eine Impfung angeboten bekommen – das gilt auch für die Menschen in den Flüchtlingsheimen, die Obdachlosen, Menschen in Wohngruppen. Auch wenn die Medien sich noch bei Impfgegnern fest gebissen hatten – waren wir schon dabei, das Machbare umzusetzen, mit guten Partnern, der richtige Ort, die richtige Stimmung und ein tolles Gefühl des Miteinanders. Mich hat es bewegt, wenn Bürgerinnen und Bürger mir geschrieben haben, wie dankbar sie sind. Es lohnt, Kraft und Zeit in gemeinsame Projekte zu stecken, das Gemeinsam voran zu bringen und manchmal auch da, wo es Trennendes gibt und man sich nicht einigen kann, das Thema zu Seite zu legen. Mein Wunsch ist, dass die Bürgerinnen und Bürger sich hier im Bezirk darauf verlassen können, dass es Kraft und Menschen gibt, die anpacken und helfen.